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Uar Gum, auch Guaran genannt, ist ein Galactomannan. Es ist hauptsächlich das gemahlene Endosperm von Guarbohnen. Die Guarsamen werden geschält, gemahlen und gesiebt, um den Guarkernmehl zu erhalten. Es wird typischerweise als frei fließendes, blasses, cremefarbenes, grob bis fein gemahlenes Pulver hergestellt.

Chemische Zusammensetzung: Guarkernmehl ist chemisch gesehen ein Polysaccharid, das aus den Zuckern Galactose und Mannose besteht. Das R√ľckgrat ist eine lineare Kette von √ü 1,4-verkn√ľpften Mannoseresten, an die Galactosereste bei jeder zweiten Mannose 1,6-verkn√ľpft sind und kurze Seitenzweige bilden.

L√∂slichkeit und Viskosit√§t: Guarkernmehl ist l√∂slicher als Johannisbrotkernmehl und ist ein besserer Emulgator, da es mehr Galactose-Verzweigungspunkte aufweist. Im Gegensatz zu Johannisbrotkernmehl ist es nicht selbstgelierend. Borax oder Calcium k√∂nnen jedoch Guargummi vernetzen, wodurch es geliert. In Wasser ist es nichtionisch und hydrokolloidal. Es wird nicht durch die Ionenst√§rke oder den pH-Wert beeinflusst, sondern verschlechtert sich bei extremen pH-Werten bei Temperaturen (z. B. pH 3 bei 50 ¬į C). Es bleibt in L√∂sung √ľber einen pH-Bereich von 5 bis 7 stabil. Starke S√§uren verursachen Hydrolyse und Viskosit√§tsverlust, und Alkali in starker Konzentration neigen auch dazu, die Viskosit√§t zu verringern. Es ist in den meisten Kohlenwasserstoffl√∂sungsmitteln unl√∂slich.

Guarkernmehl weist eine hohe Scherviskosit√§t auf, ist jedoch stark scherverd√ľnnend. Es ist oberhalb der Konzentration 1% sehr thyreotrop, aber unterhalb von 0,3% ist die Thixotropie gering. Es hat eine viel h√∂here Viskosit√§t bei niedriger Scherung als die von Johannisbrotkernmehl und im Allgemeinen auch eine h√∂here als die von anderen Hydrokolloiden. Guarkernmehl zeigt Viskosit√§tssynergie mit Xanthangummi. Guarkernmehl- und Mizellenkaseinmischungen k√∂nnen leicht thyreotrop sein, wenn sich ein Zweiphasensystem bildet.

Verdickung: Guarkernmehl ist wirtschaftlich, da es fast die achtfache Wasserverdickungskraft von Maisst√§rke aufweist – zur Erzeugung einer ausreichenden Viskosit√§t wird nur eine sehr geringe Menge ben√∂tigt. Somit kann es in verschiedenen Mehrphasenformulierungen verwendet werden: als Emulgator, weil es das Zusammenwachsen von √Ėltr√∂pfchen verhindert, und / oder als Stabilisator, weil es das Absetzen fester Partikel verhindert.

Applications of Guar:

  • LEBENSMITTEL
  • TECHNISCH
  • √ĖLBOHRUNG
  • TEXTILDRUCK
  • Emulgator
  • STABILISATOR
  • VISKOSIFIER
  • WASSERBASIERTE FARBEN
  • HYDRAULISCHE FRAKTURIERUNG
  • HYDROSEEDING
  • UND VIELE MEHR